Sonntag, 23. Juli 2017

Peter Miniböck: „Das Bukranion“ eine Niederschrift



Buchbesprechung:

 edition libica ISBN978-3-903137-04-2
 
Ich gebe zu, ich musste nachschlagen. Nun ja, ich habe gefunden, und außerdem ist es auch auf Seite 3 erläutert. Gut, soll ich nun den Leser neugierig machen und ihn selber suchen lassen, was es mit dem Titel auf sich hat?
Ja, lieber Leser, suche und finde selbst heraus, was damit gemeint ist und vor allem: finde selbst heraus, wohin uns der Autor da führen will. Er legt Spuren aus, denen man nachgehen kann, um dann vielleicht hinzufinden. Da wird im Vorwort Cioran zitiert, mit einem Satz der so allgemeingültig ist, dass es fast schon abgedroschen ist, davon überhaupt zu reden/schreiben. Nur, das ändert nichts an seiner Gültigkeit: „ein Buch ist nur schöpferisch und von Dauer, wenn es mehrere unterschiedliche Deutungen zulässt. Die Werke, die man eindeutig definieren kann, sind dem Wesen nach vergänglich. Ein Werk lebt dank der Missverständnisse, die es hervorruft“ (Cioran, Cashiers S 53).
Ich persönlich zitiere in solchen Fragen gerne Paul Klee, weitaus kürzer aber um nichts exakter: „Kunst soll nicht Sichtbares darstellen, sondern sichtbar machen“
Soweit ein Versuch, sich dem „Bukranion“ anzunähern. Doch bevor ich mich in die Lektüre stürzen konnte, nein, mit der Lesearbeit beginnen konnte, stolperte ich, ein „vermeintliches“ Ärgernis. Im sehr schön gemachten Buch (gute Handwerksarbeit der Druckerei und Buchbinderei!) dachte ich gleich am Anfang einen ärgerlicher Fehler zu finden: Da wird ein Satz aus einem Essay von Hugo von Hofmannsthal aus dem Jahre 1987 zitiert, da war der Herr schon lange tot und zwei Zeilen später wird auf einem Vortrag des Dichters im Jahre 1896 verwiesen. Das dürfte nicht passieren. Ich weiß schon, man achtet beim Korrekturlesen auf alles Mögliche, Rechtschreibung, Satzzeichen, Satzbildung und was weiß ich noch alles, da gehen Jahreszahlen gerne einmal daneben – trotzdem ärgerlich. So dachte ich verärgert: aber siehe da: der Autor und der Verlag haben mich korrigiert: Der Essayband ist im Jahre 1987 erschienen – also ich entschuldige mich für das in diesem Fall zu flüchtige Lesen!
Nun aber zum Buch. Peter Miniböck legt uns Spuren an. Weh dem, der diesen Spuren leichtgläubig folgt. Bald führt ihn die GROSSE STRASSE DER STADT hinaus, dann wieder hinein oder du gleitest mit der Montgolfiere langsam diese entlang, nicht ohne den Hinweis anzubringen, dass du auf solche Art niemals in den Katakomben ankommen wirst. Wer zeigt Möglichkeiten auf, den eigenen Standort zu bestimmen, um in DIE FERNE zu schauen, und so DIE WEITE WELT zu sich heran zu holen... den EIGENEN STANDPUNKT akkurat zu bestimmen? ... Gleichzeitig bietet der Autor Alternativen an, denn „von der Existenz des BUKRANIONS nichts ahnen, weil ...(Seite 5) weil Gedichte über den Mond (was eigentlich? Schon geschrieben sind?)
Die Niederschrift, so die Klassifizierung des Werkes durch den Autor, gliedert sich in jeweils XXII Protokollauszüge („Aus den Protokollen“) und Anmerkungen die sich „Aus den Aufzeichnungen“ ergeben. Diese sind teilweise äußerst prägnant, teilweise sehr ausschweifend – eben, wie es der Inhalt der Protokolle oder der gefundenen Aufzeichnungen verlangt. Wobei diese nach der Angabe auf Seite 76 nur einen Teil darstellen, da insgesamt vierzig Aufzeichnungen gefunden wurden. Diese Zahl wird dem Leser nicht so ohne weiteres hingeworfen, der Autor macht sich die Mühe, diese Symbolzahl auch zu erläutern. Man dankt dafür.
Im Schlussteil des Buches (Seite 78) legt der Autor eine neuerliche Spur, die dazu verführt, nochmals von Vorne zu beginnen: „Wir haben nicht, was uns gehört, nur Worte, wenigstens die. ...“
„Worte, eben, sonst nichts.“

Peter Miniböck ein produktiver Autor, der regelmäßig mit Neuerscheinungen auf sich aufmerksam macht. Wenn er, in Eigendefinition, u. a. auch als „kultureller Nahversorger“ tätig ist und so daran arbeitet das „Unwahrscheinliche, als das Wahrscheinliche“ sichtbar zu machen, darzustellen, nahezubringen, dann ist diese Buch, diese Niederschrift ein zwar eigenwilliger, aber wichtiger Beitrag dazu.

Hans Bäck, Kapfenberg

Donnerstag, 22. Juni 2017

"Poesie in der Stadt"



Liebe Literaturinteressierte

Es ist soweit, wir starten am 1. Juli unsere Aktion „Poesie in die Stadt“ wird sind nämlich draufgekommen, Kapfenberg hat als Stadt nix poetisches, wohl aber an die 30 (!) Straßen und Plätze, die nach Dichtern benannt sind. Da ist es doch naheliegend, diese Dichterinnen und Dichter den Bewohnern dieser Ortsteile nahezubringen.
Und weil wir in der Obersteiermark sind, gehört es sich einfach mit unserem Größten, mit Peter Rosegger zu beginnen. Danach folgt eine Straße, ein Platz eine Siedlung nch der anderen, bis wir „durch sind“

Also: Start am 1. Juli um 14h30 beim Roseggerbrunnen Dauer ca. 1/2 Stunde

Es sind alle Kapfenbergerinnen und Kapfenberger eingeladen, hinzukommen, vielleicht auch ein eigens Buch von Rosegger mitzubringen´, eventuell auch ein paar Zeilen daraus vorzulesen. Wir wollen uns einfach freuen, was Peter Rosegger Schönes geschrieben hat, das eine oder andere wieder entdecken oder gar auf Neuigkeiten stoßen.

Danach geht es im 14 - Tage Rhythmus weiter:

15. Juli: Ludwig Uhland
29. Juli Hannelore Valencak
12. August Marie von Ebner Eschenbach
26. August Franz Grillparzer und Ferdinand Raimund

Alle Termine sind jeweils auf unserer Homepage www.europa-literaturkreis.net/termine nachzulesen, bzw. werden sie auch im Amtsblatt rechtzeitig angekündigt.

Hans Bäck

Freitag, 12. Mai 2017

Hans Bäck - Newsletter Nr. 2/2017



Na, wie wird es weitergehen?
(s. auch Blogeintrag vom 3. Mai 2017)

Da haben wir – 1 Frau und 2 Männer – mit unserem literarischem Kabarett einige Zeit hindurch die Gegenden um Kapfenberg beglückt oder unsicher gemacht – je nach Betrachtungsweise. Vorerst ist einmal Pause angesagt.
Schöpferische Pause. Da wäre der mehrfach angekündigte 2. Band nach dem „Miteinander, nebeneinander, durcheinander“   Material hätten wir ja schon genug. Dabei stellt sich die Frage, sollen wir einen “offiziellen“ Verlag dafür suchen oder so wie bisher in Eigenregie arbeiten und die Einkünfte alle selbst für uns verbuchen (und versteuern) oder doch jemand der sich um die Kleinigkeiten wie Druck, Herstellung, ISBN, usw kümmert (wie eigentlich??) mitschneiden lassen?
Gut, aber das ist ja zweitrangig, zuerst müssen wir uns über die Texte, Inhalte usw. einig werden und dann kann es losgehen – was ja kein Problem ist, denn Ideen und Texte haben bereits mehr als genug.
Was ja nicht heißt, dass wir keine weiteren Auftritte mehr machen! Ganz im Gegenteil, wer uns haben will, bekommt uns (gerne und kostengünstig). Über Fahrtkosten, Honorare usw. können wir natürlich reden – eine Lösung wird sich immer finden lassen!
Sagen wir einmal so, ab Ende Mai sind wir wieder einsatzbereit – „2 Männer  + 1 Frau“

Aber, da gibt es ja vieles Anderes auch. Da habe ich mein Projekt über Vorkommnisse in Triest und Umgebung zu schreiben. Seit Jahren verfolgt mich dieser Plan,
diese Stadt ist so verdammt schön,  dass es mich immer wieder dort hin zieht und sich mein Projekt vertieft und der Schreibdrang zunimmt. Vielleicht, das nächste Mal, wenn ich dort bin und dem da auf den Kopf greife geht was weiter?

Der Sankt James J. möge mir helfen!

Ja, ein anderes, ebenfalls uraltes Projekt gibt es auch noch, das umzuarbeiten und fertigzustellen wäre. Aber dazu brauche ich viel Luft, die mir derzeit noch fehlt.

Das Manuskript „Unterwegs an den Küsten Alt-Österreichs“ ist auf Verlagssuche, vielleicht wird was draus. Dann hätte ich halt zusätzlich die Lesereisen einzuplanen – aber da soll es bekanntlich Schlimmeres geben!

Hafen von Duino an einem typischen Frühlingsmorgen!

Jedenfalls, für alle an meiner Literatur Interessierten, noch raste ich nicht, noch bin ich voll Ideen und Tatendrang, nur dauert es halt inzwischen schon ein wenig länger, bis wieder ein Kapitel eines Manuskriptes abgeschlossen ist. Habt Geduld, ich komme schon noch und werde euch rechtzeitig über meine Neuerscheinungen informieren!

Danke für das Interesse an unserem Kabarett, danke an meine kongenialen Partner Andrea – Volitiva und Wolfgang Lammer, wir machen weiter!

Und denkt daran, der Europa Literaturkreis Kapfenberg bringt nicht nur jedes Jahr ein Reibeisen heraus (heuer schon zum 34. Mal!), sondern hat unendlich viele Veranstaltungen während des Jahres im In- und Ausland, die Kolleginnen und Kollegen schreiben ebenfalls „wie wild“ und es gibt immer wieder Neuerscheinungen aus unserem Kreis – nachzulesen auf der Homepage

und alles über unser Literarisches Kabarett findet Ihr auf www.durcheinander.or.at neue Termine, Bilder von unseren Auftritten, Textproben usw.


Über Euer Interesse an unseren Arbeiten, an meinen und der meiner Freunde, freue ich mich und danke Euch dafür – haltet mir weiterhin die Treue.

Mein nächster Literatur Newsletter folgt dann im Sommer!

Hans Bäck
Member of PEN Trieste,
Mitglied des Europa Literaturkreises, sowie
FDA-NRW, ÖSV/AWA, Podium
Kapfenberg
Tel. 0043/676/513 6045
alt. 0043/664/837 33 13
Grillparzerstraße 8
A 8605 Kapfenberg

Mittwoch, 3. Mai 2017

Literarisches Kabarett 2 Männer - 1 Frau (Veranstaltungshinweis



Ja, es ist soweit, ich darf/muss die vorläufig für längere Zeit letzte Veranstaltung ankündigen. Am Samstag 6. Mai um 20h in der „Kultur im Glanz“ in Bruck/Mur.
Kultur im Glanz: das ist im Glanzgraben, dort wo man auf die Pischkalm hinauffährt, noch vor der ersten Kehre, noch auf der Asphaltstraße.
Kultur im Glanz. das ist eine Initiative, die sich seit Jahren bemüht, außergewöhnliche Musik, Literatur zu bringen, abseits des Mainstreams. Es wäre für viele sicher ein Erlebnis, einmal dort hin zu kommen und das Ambiente zu erleben. Umsomehr es dem Initiator Fritz Kabinger nunmehr gelungen ist, sein Dachbodentheater zu retten und in Bruck weiterzuführen. Das ist schon was und gehört eigentlich auch honoriert und wenn es nur durch Besuch seiner Veranstaltungen ist.
Nun also, liebe Literaturinteressierte, kommt am Samstag in den Glanzgraben, ihr werdet es nicht bereuen! Wolfgang sorgt wie immer für Musik tw. Eigenkompositionen, tw.- Bearbeitungen, jedenfalls jedes einzelne Nummer ein Hit.
Andrea/Volitiva und ich haben das Programm wieder ein wenig adaptiert, sodass auch jene, die uns bereits ein oder mehrmals gehört haben, was Neues erfahren.

SCHEIN UND SEIN

Das soll diesmal unser Motto sein, lasst euch überraschen und kommt!

Wir freuen uns auf euren Besuch!

 

 




(Und  nebenbei bemerkt, wir arbeiten bereits am Band 2 unserer Broschüre „Miteinander, nebeneinander, durcheinander“ - der dann natürlich ganz anders heißen wird.)
ein weiterer Hinweis: 




Dienstag, 6. Juni um 19:30

Lachen für das Dachbodentheater 2.0 Benefizkabarett für einen neue Kleinkunstbühne in Bruck a.d. Mur Marion Petric, I Stangl, Mike Supancic, Petutschnig Hons, Tricky Niki, Pepi Hopf, Martin Kosch un...


Tel. 0043/676/5136045
alt. 0043/664/8373313